Eine Einladung zum Barbecue ist eingetrudelt: Jeder erwartet nun Wurst, Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte, vielleicht auch Gemüse vom Grill. Dieses Mal soll es jedoch ganz anders werden: Der Grillabend steht unter dem Motto, Italien zu Hause im Garten und zu diesem Anlass soll es Pizza vom Grill geben. Mancher mag sich nun fragen, wie kann das funktionieren? Rein logisch würde man den Teig samt Belag nicht auf den Rost legen können, ohne dass er sich durch die Ritzen nach unten verflüchtigt und am Metall anbäckt. Zudem kann das Pizzabacken auf dem Grill nur mit einem verbrannten Boden und einer weichen Oberseite enden. Mit dieser Meinung ist man sicher nicht alleine und wird sich wahrscheinlich vor dem Abend bei den abenteuerlustigen Freunden schon einmal mit einer kleinen Jause gegen den Hunger wappnen, der bei nicht gelungenem Essen nun einmal der Fall ist. Mit dem neuen Pizzastein für den Grill haben die Gäste dann wohl nicht gerechnet. Auf dem Grill eine Pizza zu zaubern ist nicht gewöhnlich; die Abenteuerlust der Grillfreunde ist hier gefragt. Wurde jedoch die richtige Methode gefunden, sind aus bereitgestellten Zutaten geschmacklich variable Pizzen schnell zubereitet und die Gäste schmatzen und schwatzen wie bei einem ganz normalen BBQ mit Steak und Garnelenspieß.
Die Methode macht‘s: Pizza vom Grill
Wie die Diskussion im Forum von Chefkoch.de, nachzulesen durch einen Klick auf www.chefkoch.de zeigt, scheiden sich beim Thema Pizza vom Grill die Geister in Bezug auf die Zubereitungsmethode. Eine Variante wäre es, den Teig einige Minuten auf den Rost zu legen, dann zu wenden und zu belegen. Der Hefeteig für die Pizza darf hier nicht zu weich und nicht zu dünn sein, sonst geschieht das oben beschriebene Szenario: Der Teig rutscht in die Rost-Ritzen und bäckt sich fest. Wer den Hefeteig in der richtigen Konsistenz zustande bekommt, kann sich auf eine knusprige Pizza freuen. Nach dem Wenden wird der Teig von unten her fertig gebacken, während die Tomaten, der Käse und der weitere gewünschte Belag schön saftig werden. Wer auf hauchdünne Pizza steht, hat wohl hier ein Problem. Der „american Style“ für Pizzas, vielleicht sogar mit einem mit Käse gefüllten Rand, ist hier die bessere Variante.
Wer sich mit dickem Pizzateig nicht anfreunden kann, sollte sich einmal über einen Pizzastein für einen Grill erkundigen. Auf diesem kann der Teig schön dünn ausgerollt werden, bevor er, wie nun einmal üblich, belegt wird. In manchen Haushalten hat es sich eingebürgert, bei der selbst gemachten Pizza aus dem Backofen die Tomaten zuerst, dann alle anderen Zutaten und zuletzt den Käse auf die Pizzen zu geben; beim Grillen sollte die originale italienische Zubereitungsweise gewählt werden. Hierbei kommt der Käse auf die Tomaten, dann erst der Rest. Mit dem Pizzastein kann direkt oder indirekt gegrillt werden, wobei das indirekte Grillen schon dem Backofen sehr ähnlich ist. Beinahe, wie mit einem echten Steinofen, der beim Lieblingsitaliener für die schmackhafte Pizza oder eine Calzone sorgt, kann hier im Garten, in zwangloser Atmosphäre, ein italienischer Abend geplant werden.
Zutaten für die Pizza vom Grill
Die wichtigste Zutat für eine leckere Pizza vom Grill ist der Teig, bestehend aus Mehl, Wasser, Hefe und Salz. Dieser Hefeteig kann wahlweise ausgerollt oder – von erfahrenen Pizzabäckern – über die Hand geschlagen werden. Danach folgt eine Tomatenmischung, bestehend beispielsweise aus gehackten Tomaten und Tomatenmark, inklusive einiger Gewürze, die typisch für die Pizza sind. Danach gibt es Schinken, Salami, Meeresfrüchte und allerlei andere Möglichkeiten, für unterschiedlichen Geschmack zu sorgen. Peperoni, Champignons, Zwiebeln und vieles mehr erweitert das Potpourri der Geschmacksrichtungen. Zuletzt gehört geriebener Käse auf jede Pizza. Auch hier kann von normalem Supermarkt Angebot über Mozzarella, bis hin zu Schimmelkäse vielerlei Auswahl angeboten werden. Es ist klug, eine Reihe von Zutaten für die Gäste bereit zu stellen, sodass sich jeder die Pizza seiner Wahl zubereiten kann. Je kleiner die Teigportionen sind, umso mehr geschmackliche Vielfalt kann jeder Gast für sich nutzen. Ein Video über eine mögliche Art und Weise, die Pizza zu garen, gibt es bei www.grill-blog.de.
Wird ein Pizzastein verwendet, sollte dieser etwas mit Mehl bestreut werden, damit der Teig nicht anklebt. Hierin unterscheidet sich die Zubereitung der Pizza nicht von einem Mahl, das in der Küche fertiggestellt wird. Ob ein Gasgrill oder ein Holzkohlegrill benutzt wird, ist reine Geschmackssache: Möglich ist das Grillen der Pizza mit beiden Modellen. Es sollte nur darauf geachtet werden, dass ein gekaufter Pizzastein zum jeweiligen Grill passt, so zum Beispiel der Weber Pizzastein für den Weber Grill (vgl. blog.derhobbykoch.de). Auch die Auswahl, eine große Pizza für die Gäste oder nacheinander mehrere kleine zu backen, ist nach Wunsch zu treffen. Das Pizzagrillen ist eine gute Idee für einen Kindergeburtstag im eigenen Garten, aber auch jede Geburtstagsfeier mit nicht allzu vielen Gästen. Sind viele hungrige Mäuler zugegen, könnte es unzufriedene Gesichter bei jenen geben, die auf ihre eigene Pizza lange Zeit warten müssen, weil jede einzelne Portion ja eine gewisse Zubereitungszeit erfordert. Im kleinen Kreis ist es aber kein Problem, statt Steak einmal Pizza vom Grill zu servieren.