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Begeistert packen an Weihnachten viele Frauen ihre Geschenke aus. Doch was sie erwartet, sind nicht Schmuckstücke, Parfums oder wertvolle Einkaufsgutscheine für Boutiquen, sondern ein Küchengerät. Sicher ist der Mixer vor kurzem kaputt gegangen oder die Brotmaschine schon aus dem letzten Jahrtausend, doch gerade zu Weihnachten möchte man doch nichts geschenkt bekommen, was man das ganze Jahr über für nichts anderes, als zum Erledigen oft lästiger Pflichten gebrauchen kann. Ob Kinder oder der Mann, ist hier egal: Sehr oft wird der Mama, die das ganze Jahr über so vernünftig ist, an Weihnachten mit einem solchen Geschenk gedankt. Am besten ist es, wenn die Kinder sich miteinander nicht abgesprochen haben, der Vater auch nicht in Pläne über Geschenke eingeweiht wurde und dann zwei Mixer und eine Brotmaschine, die man absolut nicht haben wollte, unter dem Weihnachtsbaum liegen. Das ist dann die typische Ausgangssituation für den Reigen, der alljährlich nach dem Weihnachtsfest einsetzt: Es wird umgetauscht, was nicht den Wünschen entsprach.

Nicht umtauschen kann man jedoch den Moment der Enttäuschung, der in jedem Fall sehr bitter ist, wenn es die finanziellen Verhältnisse eigentlich auch zulassen, dass man etwas Schönes verschenkt, und nicht an nützlichen Dingen festhält. Küchengeräte gehören sicher auf manchen Wunschzettel, doch sollte man sich in jedem Fall versichern, dass es nichts anderes, beliebteres gäbe, womit man einer Dame eine Freude machen kann. Die schönste Küchenmaschine mit allem technischen Luxus ist nämlich nichts, gegen das Gefühl, geliebt zu werden. Und Liebe bedeutet auch, Wünsche zu erkennen und nach Möglichkeit zu erfüllen. Das Küchengerät gibt es dann eben ein andermal.

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